Anbaurichtlinien für Speisekartoffeln zur Frischvermarktung

Um einen hohen Qualitätsstandard zu erreichen und den Absatz langfristig zu sichern, ist die Auswahl der dafür vorgesehenen Flächen nur auf mittelhelle /helle, möglichst stein - und klutenfreie Böden zu beschränken.

Pflanzgut für den Vertragsanbau ist mit zugelassenen und von uns   empfohlenen Beizmitteln zur Gesunderhaltung und Vermeidung von Auflaufschäden zu behandeln.

 

Düngung

Organische Dünger dürfen nur zur Vorfrucht, bzw. Zwischenfrucht, dann nur im Herbst ausgebracht werden. Eine Verregnung von Abwässern während der Vegetationszeit der Kartoffeln ist untersagt.

Anhand von Bodenproben ist jeder Schlag regelmäßig durch ein Bodenuntersuchungsinstitut auf den Gehalt an N, P2O5, K2O und MgO sowie den pH-Wert   zu untersuchen. Die Untersuchungsergebnisse bilden die Grundlage für eine gezielte Düngung.

Bei der Qualitätserzeugung steht die Ausbildung von gesunden Knollen an erster Stelle.

Eine gute Phosphaternährung beschleunigt die Ausreife und verbessert die Schalenfestigkeit der Knollen.

Um die innere Qualität der Speisekartoffeln zu sichern ist eine ausreichende Kaliernährung wichtig. Ausreichende Kaligehalte erhöhen die Widerstandsfähigkeit gegenüber Blaufleckigkeit , sind wichtig für die Regulierung des Wasserhaushaltes der Pflanzen und verbessern die Lagerfähigkeit der Knollen.

Erfolgt die Kalidüngung im Frühjahr, sollte auf chloridarme , bzw. Kalidünger sulfatischer Form, z.B. Kalimagnesia, zurückgegriffen werden.

Als N-Dünger eignen sich besonders kalkzehrende Dünger wie schwefelsaures Ammoniak, Harnstoff, KAS und z. T. auch AHL. Eine Aufteilung in 2 Düngergaben kann je nach Standort sinnvoll sein.

Pflanzenschutz

Herbizid - und Insektizidbehandlungen sollen nach dem Schadschwellenprinzip

erfolgen. Beim Einsatz von Fungiziden zur Krautfäulebehandlung sind die Empfehlungen der Warndienste der Pflanzenschutzämter und besonders unsere Hinweise einzuhalten.

 

Ernte

Um eine ausreichende Schalenfestigkeit zu erzielen, ist rechtzeitiges Krautschlagen und/ oder Abtötung des Kartoffelkrautes erforderlich.

Die Erntemaschinen und die Fahrgeschwindigkeit sind so einzuhalten, daß ein ausreichendes Erdpolster auf den Siebketten auch leichte Verletzungen der Knollen verhindert. Die Fallhöhen, z. B. beim Beladen der Transportfahrzeuge, sind so gering wie möglich zu halten.

EUREPGAP- und / oder QC-Richtlinien beachten. Ackerschlagkartei führen.

Wir behalten uns vor, weitergehende Maßnahmen zum Erreichen einer höchstmöglichen Qualität für den Aufwuchs verbindlich zu empfehlen.

Stöcken, den 01. Juli 2005
H. J. Baumeister KG

 
 
     
     
     
     
     
     
   

 

H.J. Baumeister • Stöcken • 29378 Wittingen
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